BWO gewinnt Elferkrimi gegen Türk Gücü!

Espelkamper holen in der BWO-Arena einen 0:2-Rückstand auf, verlieren dann aber im Elfmeterschießen gegen nervenstarke Oberbauerschafter.

Das erste Aufeinandertreffen der beiden B-Ligisten in diesem Jahr fand in glühender Hitze an der Beendorfer Straße statt. Bevor beide Mannschaften sich nächsten Sonntag (11. August) in der Liga messen, konnten BWO-Coach Siebers und Türk Gücü-Trainer Cengiz sich schon einmal in der ersten Runde des Barre-Pils-Pokals beschnuppern. Die Blau-Weißen gingen zwar mit 2:0 in Führung, doch die Espelkamper bewiesen Moral und schossen innerhalb von zwei Minuten den Ausgleich. Im darauffolgenden Elferschießen hatten die BWOler aber das Glück auf ihrer Seite und verwandelten souverän vom Punkt. Die Einzelheiten der Partie:

Schwierige Bedingungen waren es an diesem Nachmittag in der BWO-Arena – Brüllende Hitze und ein Sportplatz, der aussah wie das Stoppelfeld von Bauer Heinrich. Die ersten Minuten plätscherten so vor sich hin und die Gastgeber aus Oberbauerschaft hatten zwar mehr Ballbesitz, leisteten sich aber einige Fehlpässe. In der 16. Spielminute folgte der erste Treffer des Tages. BWO-Stürmer Julian Bönker nahm sich Arjen Robben zum Vorbild, zog von rechts rein, traf den Ball perfekt mit dem linken Fuß und die Kugel landete im Knick. Da blieb dem Ex-Marinesoldaten nur der militärische Gruß Richtung heimischem Publikum. Mehr passierte in Hälfte eins tatsächlich auch nicht. Das Spiel wirkte leicht behäbig und von beiden Seiten relativ unkontrolliert. Viele Fehlpässe und individuelle Fehler bestimmten den ersten Durchgang.

Zwei Minuten nach Wiederanpfiff dann der Geniestreich von BWO-Capitano Dario Seuthe: Einen schwachen Rückpass zum Torwart der Espelkamper nutzte Seuthe und schob entspannt zum zweiten Treffer für die Blau-Weißen ein. „Ich hab meinen Jungs erzählt, dass wir jederzeit in der Lage sind zwei Tore wegzumachen. Die Tore sind durch dumme Fehler entstanden. Im Sechzehner ein kurzer Pass zum Torwart und da fällt das Tor“, so Türk Gücü-Coach Tevfik Cengiz, der seine Jungs somit von der Außenlinie noch einmal motivierte. Was zunächst nach einem ruhigen Weiterkommen für den BWO aussah, änderte sich binnen zwei Minuten.

Beim Anschlusstreffer kombinierten sich die Espelkamper bärenstark über die rechte Seite, BWO-Schlussmann Riemer verließ seinen Kasten, Jonathan Riccardo Neufeld nutzte dies, tunnelte Riemer und traf zum 2:1. In der 68. Minute folgte ein erneuter Fehlpass der BWOler. Türk Gücü Mittelfeldspieler Denis Kiecha wurde geschickt, traf den Ball perfekt und BWO-Keeper Riemer musste erneut hinter sich greifen. 2:2. Bis auf die vier Tore gab es kaum nennenswerte Torraumszenen in den 90 Minuten und Schiedsrichter Dominik Kapetschny pfiff die Partie pünktlich ab und es kam zum Elfmeterschießen.

„Wir waren uns nach dem 2:0 zu sicher. Wir hätten vorher das Dritte machen müssen. Da hatten wir richtig dicke Dinger, wo wir in Überzahl gegen den Gegner agieren und das nicht vernünftig zu Ende spielen. Danach sind wir zu weit rausgerückt, haben die Situation halt falsch eingeschätzt, stehen zweimal falsch und die spielen identische Bälle in den Raum. Dann waren sie einen Tucken schneller und haben die Tore reingemacht und das ist ärgerlich, nach so einem Spiel, wo man auch eigentlich 2:0 verdient geführt hat“, sagte der neue BWO-Coach Henning Siebers nach dem Elferkrimi.

BWO bewies in diesem aber enorme Nervenstärke vor heimischer Kulisse und jeder Schütze verwandelte seinen Strafstoß souverän. Bei den Espelkampern war es schließlich Saim Cengiz, der die Kugel übers Oberbauerschafter-Gehäuse bugsierte. James Neudorf hatte schlussendlich die Entscheidung auf dem Fuß und schoss die Blau-Weißen in die zweite Runde des Barre-Pils-Pokals.

Hier gibt’s alle Tore im Video.

Tore: 1:0 Julian Bönker (16.), 2:0 Dario Seuthe (47.), 2:1 Jonathan Riccardo Neufeld (67.), 2:2 Denis Kiecha (69.)

Elfmeterschießen: 3:2 Dario Seuthe, 3:3 Sezgin Ergin, 4:3 Meik Stabel,  4:3 Saim Cengiz verschießt, 5:3 Julian Bönker, 5:4 Oguz Tekin, 6:4 Tom Heinze, 6:5 Enes Topaloglu, 7:5 James David Neudorf

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