Skip to content Skip to main navigation Skip to footer

Schätze aus der Chronikgruppe: Der Lehrplan der Volksschulen Beendorf und Niedringhausen aus den 1920-er Jahren

Heute befassen wir uns mit dem gemeinsamen Lehrplan der Volksschulen Beendorf und Niedringhausen aus den 1920-er Jahren, der auszugsweise noch vorhanden ist (Abschrift in damaliger Schreibweise); Arbeitsergebnisse sind nicht überliefert, dennoch dürften viele Begriffe auch heute noch geläufig sein. Während es z.B. im „Schreiben“ des 1. – 4. Schuljahres (bekanntlich wurden damals mehrere Jahrgänge in einem Klassenzimmer gemeinsam unterrichtet) um „Deutsche Kleinbuchstaben und Ziffern“ ging, war der Bereich „Heimatkunde“ schon auf örtliche Verhältnisse abgestimmt:

Ein Spaziergang in den Frühlingswald (Orientierung im Raum, Himmelsrichtungen, Wetterseite, Horizont, Tages- und Nachtgestirne, Wetter und Bauernregel) Das Schulzimmer – Grundriß, Das Schulhaus – Grundriß, Das Schulgehöft – Grundriß. Der Schulweg: Zum Orte  (Namenserklärung), Zum Bruche (Kunststraße, Feldweg, Pfad, Hagen), Von der Vogelbrücke (Sage), Dat Kniegerrott (Sage vom Hellseher Tödtmann). Vor der „Kahlen Wart“. Nach den Overhöfen (Namenserklärung). Auf dem Winkelplatz. Nach dem Büschenfeld. Warum im Sommer so viele Leute zu uns kommen ? Wie es kommt, daß der Mühlenbach in vielen Windungen fließt ? (Bett, Ufer, Geröll, Bloßlegen der Wurzeln, Wellen). Wenn wir nach der Mühle fahren ! (Säge-, Korn-, Ölmühle, Flachsschwingerei) Die Grenzsteine des Kreises Lübbecke in unserer Gemeinde.

Der Lehrplan des 5. – 8. Schuljahres umfasste folgende Themen:

Was uns die Sage von der Entstehung unserer Gemeinde erzählt. Woher Oberbauerschaft seinen Namen hat. Unsere Kirche. Der Friedhof. Wo früher die Schule war. Vom Lehrer Pohlmeier. Wo man in Oberbauerschaft über Nacht bleiben kann. Wo man etwas kaufen kann. Wie die Kohlen nach Oberb. kommen. Wie die Frachtgüter nach hier befördert werden. Unsere Zigarrenfabriken (Arbeitgeber, Arbeitnehmer, Ortskrankenkasse). Unsere Handwerker. Wie der Bauer für unsere Nahrung sorgt. Ein Fachwerkbauernhaus („Kammerfach“, Luchtort, Öberndür, Hiele, Bühnen, Wiem, Hahnenholt, Niendürr, Hausinschrift, Pferdeköpfe, Geck, Religion der Vorfahren, Stitten und Gebräuche, Trachten). Die Rötekuhle auf dem Hofe. Spinnrad, Webstuhl. Was sich die Leute von früher erzählen. Ein Gang am „Jagdschloss“ vorbei zum Gemeindevorsteher. Was dieser zu tun hat. Wie ihm die Gemeindevertretung hilft. Wie man am Berg bei Meier Nr. 90 nach Kohlen gräbt. Wünschelrute.

 Eure Chronikgruppe: Christine Honermeyer und Dirk Oermann

Back to top