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Schätze aus der Chronikgruppe “Infos zum Breitenbrink”

Der Kammweg im Wiehengebirge bildet die nördliche Grenze von Oberbauerschaft. In seinem Verlauf von Rödinghausen (Neue Mühle) bis zur B239 (Horst’s Höhe) trägt dieser in älteren Dokumentationen auch die Bezeichnung „Die Lübbecker Egge“, einem langgestreckten Kammgipfel.

Der höchste Punkt in diesem Bereich ist der „Breitenbrink“ mit einer Höhe von 288,3 m über N.N. und liegt nördlich der beiden Straßen „Zum Hilgenstuhl“ und „Zum Breitenbrink“. Geologen geben diesem Abschnitt im rd. 90 km langen Gebirgszug des Wiehengebirges daher eine Sonderstellung hinsichtlich seiner doppelten Breite, die dieser Bereich gegenüber angrenzenden Gebirgsabschnitten einnimmt. Das südlich liegende Tal wird – ähnlich wie im Bereich Börninghausen – in älteren Unterlagen auch als Eggetal bezeichnet – so hat sich z.B. im Jahre 1920 der erste Oberbauerschafter Fußballverein den Namen „FC Eggetal Niedringhausen“ gegeben.

Das Titelbild (Postkarte) zeigt einen Blick aus diesem Bereich Richtung Süden und stammt aus den 1970-er Jahren.

Weitere Höhenzüge sind der Kniebrink (315 m) und der Wurzelbrink (319 m – mit dem im Jahre 1857 erbauten Wartturm), deren Gipfel selbst jedoch nördlich der Grenze auf dem Gebiet der Stadt Lübbecke liegen.

Der Breitenbrink und der in diesem Bereich liegende Kreuzungsbereich Hilgenstuhl finden u.a. auch in den Jahren 1937/38 in der Oberbauerschafter Schulchronik Erwähnung:

1937: „Eine besondere Anlage entstand im Laufe des Jahres auf dem Gipfel des Breitenbrinks. Dort wurde in Gemeinschaftsarbeit der Lübbecker Segelflieger ein Segelflugplatz errichtet. Den Steilhang hinunter ist eine breite Schneise geschlagen, oben liegt der eingeebnete Startplatz. Doch ist dieser nur für fortgeschrittene Segelflieger bestimmt. Bevor jedoch der Platz in Benutzung genommen werden kann, muss noch eine Anfahrtstraße gebaut werden, die von Berger Nr. 64 zum Hilgenstuhl hinauf geplant ist.“

Nach einem Eintrag von 1938 ist dann schon im Folgejahr die Bergstraße angelegt worden: die heutige, gepflasterte Zufahrt zum „Hilgenstuhl“.

Zur Örtlichkeit „Hilgenstuhl“ gibt es lediglich Überlieferungen: so deutet die Lage an einer Kreuzung mit fünf sich treffenden Wegen und des sich in der Nähe befindlichen Hexenteiches am alten Kirchweg nach Lübbecke darauf hin, dass hier in grauer Vorzeit heimlich Gericht gehalten wurde …

Eure Chronikgruppe: Christine Honermeyer und Dirk Oermann

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