BWO-Trainerbrüder wollen Wiederaufstieg!

Nachdem Blau-Weiß Oberbauerschaft in der letzten Saison das rettende Ufer doch nicht mehr erreichen konnte und Ex-Coach Felix Kasprick den BWO verließ, ist bei den Blau-Weißen nun ein Neuanfang eingeläutet worden. Die Brüder Henning und Pascal Siebers hat es an die Beendorfer Straße gezogen, um den BWO wieder in die A-Liga zu coachen. Dabei kann das Trainerduo auf einige Neuzugänge und einen großen Kader zurückgreifen.

An Trainer- und Aufstiegserfahrung mangelt es Henning Siebers nicht. Der 43-Jährige trainierte zuvor vier Jahre lang die zweite Mannschaft vom VfL Holsen und holte mit ihnen den Aufstieg aus der B- in die A-Liga Herford. Sein vier Jahre jüngerer Bruder Pascal spielte ebenfalls bei der Holsen-Reserve und sorgte für das ein oder andere Tor. Jetzt stehen beide gemeinsam an der Seitenlinie vom BWO.

Zwar waren die Brüder im Kreis Herford fußballerisch aktiv, die Beziehung zu den Oberbauerschaftern war dennoch immer präsent. „Mein Vater war auch schon Trainer dort und der Kontakt ist eigentlich nie so richtig abgerissen. Vor zwei Jahren hatten wir versucht mit Holsen aufzusteigen, das haben wir dann auch geschafft und ich wollte dann was anderes machen. Die BWO-Verantwortlichen riefen zum richtigen Zeitpunkt an. Klar, musste ich mich erst absprechen mit Pascal. Durch die Schichtarbeit habe ich nicht immer Zeit und da brauchte ich einen zweiten, den ich gut kenne und mit dem ich fußballerisch auch das Gleiche teile. Als Pascal dann gesagt hat, dass er sich das auch vorstellen kann, haben wir relativ schnell zugesagt“, so der 43-Jährige.

 

»Mir imponiert die DNA von Oberbauerschaft«

 

Für Henning Siebers war vor allem wichtig, dass der Kern der Mannschaft zusammenbleibt. „Die DNA von Oberbauerschaft ist das, was mir imponiert. Dass alle zusammen was unternehmen und jeder für einen da ist. Eigentlich ist der BWO ’ne große Familie. Ich habe 20 Jahre hier gewohnt und möchte etwas zurückgeben“, sagt Siebers, den es nach Kirchlengern zieht.

In der letzten Saison mussten die Blau-Weißen noch mit großem Personalmangel kämpfen. Teilweise konnte Ex-Trainer Felix Kasprick nur auf 13-15 Spieler zurückgreifen. Diese Situation sieht in der kommenden Spielzeit anders aus. Mit neun A-Jugendlichen aus den eigenen Reihen und vier externen Neuzugängen (Dario Seuthe vom BV Stift Quernheim, Marcel Noltemeyer vom SV Schnathorst, Meik Stabel von der Spvg. Hiddenhausen und Jan-Luca Siebers vom VfL Holsen II) ist der BWO jetzt gut aufgestellt. Das sieht auch Siebers so: „Mit Noltemeyer und Stabel habe ich gesprochen und find’s natürlich super, dass die jetzt zu uns gewechselt sind und dann sind da noch die ganzen A-Jugendlichen. Die brauchen noch ein wenig, die versuch‘ ich noch Stück für Stück weiterzuentwickeln und zu etablieren.“

 

Siebers legt großen Wert auf die Fitness

 

Zurzeit hängt beim BWO noch der Vorbereitungsplan an der Wand und mit diesem haben die Trainerbrüder ein ganz bestimmtes Ziel vor Augen. „Ich habe viele Spiele vom BWO gesehen, die Fitness ist ein großer Faktor. Die Jungs haben immer 60 Minuten gut mitgehalten und danach aber das ein oder andere Tor kassiert. Das versuche ich abzustellen“, sagt der 43-Jährige und weiß aber auch, dass dies nicht von heute auf morgen passiert, „Wir sind in der Findungsphase. Ich bin neu, der Großtteil der Spieler ist neu, die müssen mein Fußballverständnis und meine Idee am Fußball erstmal kennenlernen. Das dauert seine Zeit. Wenn’s jetzt bald wirklich losgeht, dann muss man noch einmal schauen, ob es für 90 Minuten reicht.“

 

Ziel ist der Wiederaufstieg

 

Wo sich viele Trainer versuchen mit Phrasen aus der Affäre zu ziehen, zeigt Siebers klare Kante, bei der Frage nach dem Saisonziel: „Wir wollen ganz klar den ersten Platz machen. Die Mannschaft ist gut genug dieses Ziel zu erreichen. Es wäre auch verbissen zu sagen, dass wir jetzt um die goldene Ananas spielen wollen, dafür bin ich auch einfach zu ehrgeizig!“ Laut Siebers könnte bei diesem Plan der FC Lübbecke und Türkgücü Espelkamp gefährlich werden und dem BWO ein Bein stellen. „Für uns geht’s aber darum, gut in die Serie zu starten – am Besten gleich mit ’nem Sieg“, so der motivierte neue BWO-Coach. Ob der erste Grundstein für den Wiederaufstieg gelegt werden kann, erfahren die Oberbauerschafter am 11. August. Dann geht’s für die Blau-Weißen ins erste Saisonspiel gegen Türkgücü Espelkamp.

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